Beschreibung der Lärmsituation
Ich wohne in Margetshöchheim-Süd, nicht in Würzburg, aber „Lärm aus Würzburg“ bereitet vielen Margetshöchheimer Bürgerinnen und Bürger und auch mir großen Verdruss!
Es geht um Fluglärm, der vom Flugplatz Schenkenfeld ausgeht, also Lärm, der durch die Stadt Würzburg erzeugt wird, den aber vor allem die Gemeinden Margetshöchheim und Zell ertragen müssen.
1. Ärgerlich ist, dass man sich vor dem Fluglärm kaum schützen kann. An schönen Tagen, besonders an Wochenenden, dröhnen die Sportflugzeuge in die Höfe und Gärten, die sonst eher stille Oasen wären. Der Lärm kommt von oben und man kann eigentlich nur ins Haus flüchten. Und die Flugbewegungen nehmen deutlich zu am späteren Nachmittag, an Wochenenden und Feiertagen, also immer dann, wenn Menschen von der Arbeit zurückkehren und draußen im Garten oder im Hof Erholung suchen.
2. Ärgerlich ist, dass oft das gleiche Flugzeug im 10-Minuten-Takt Richtung Margetshöchheim und Zell startet, dann rund um Margetshöchheim eine Runde dreht, nach Veitshöchheim und Unterdürrbach weiterfliegt, um zu landen und gleich wieder zu starten.
3. Ärgerlich sind die Minihubschrauber, die in den letzten Jahren mit einem höheren sirrenden Ton die Einwohner belästigen.
4. Besonders ärgerlich sind die Schleppvorgänge, mit denen Segelflugzeuge mit schweren Motordröhnen im Viertelstundentakt über Zell und Margetshöchheim hochgezogen werden und die Menschen mit einem Lärmteppich überschütten!
5. Besonders ärgerlich ist auch, dass der Margetshöchheimer Wald – eigentlich eine wunderbare Oase der Ruhe und der Erholung – durch diese Flugereignisse entwertet wird. An schönen Wochenenden kann man eigentlich nur mit Ohrenstöpseln die Waldluft genießen.
Ich kann mich gut erinnern, dass die Flugsportgruppe Würzburg bei den Gemeinden Zell und Margetshöchheim angefragt hat, ob sie Ballonflüge vom Flugplatz Schenkenturm starten dürften. Die Gemeindevertreter haben ohne Argwohn zugestimmt, keinerlei Fragen wurden dagegen gestellt, was die Einrichtung einer Flugschule angeht, was die Startvorgänge der Minihubschrauber bzw. was die unsäglichen Platzrunden angeht, die mit Fluglärm die Orte Zell, Margetshöchheim, Veitshöchheim und Dürrbach drangsalieren.
Fragwürdig ist auch, ob der Segelflugsport mit solch langen Schleppvorgänge wirklich braucht. Vertreter des Flugsportclups betonen, mit einer längeren Startbahn könne man die Schleppvorgänge ersetzen. Ich glaube, das ist nicht ganz ehrlich, denn schon jetzt könnten die Schleppvorgänge viel kürzer sein und würden viele Menschen vor dem Lärm bewahren. Auch habe ich meine Zweifel, ob diese Schleppvorgänge immer mit Segelflugsport etwas zu tun haben, denn oft werden Segelflugzeuge nur hochgeschleppt werden, um sofort wieder zu landen.
Bei einer Abwägung zwischen den Sportinteressen weniger und Ruhe- und Erholungsbedürfnis vieler erwarte ich von den politischen Verantwortlichen eine deutliche Einschränkung der Flugaktivitäten zugunsten der Menschen, die Ruhe und Erholung an Wochenenden oder am Nachmittag suchen!
Vorgeschlagene Maßnahmen
1. Ruhefenster von mindestens 3 Stunden an den Nachmittagen 2. Startverbot für Minihubschraubern 3. Startverbot für Flugzeuge, die sofort wieder landen (60-Minuten-Frist) 4. Die Umverlagerung der Flugschule, hier kommt zum Lärmproblem, ein Sicherheitsproblem: Die Startvorgänge vollziehen sich über dich bebautem Gebiet und über einer Schule! Zudem fehlt ein Notlandeplatz!

Wir leben auf der Höhe Oberdürrbachs in der Liebigstraße.
Sowie der erste Sonnenstrahl erscheint und wir uns freuen, unseren Garten genießen zu können oder spazieren gehen wollen, fängt gleichzeitig ein ununterbrochener Lärmpegel an: die Segelflieger, die mit Motorfliegern genau über die Ortschaften gezogen werden, um ihrem Neureichen-Sport Segelfliegen nachgehen zu können. Von Morgens um spätestens 9 Uhr bis Abends um mindestens 18 Uhr. Wir gehen davon aus, dass der Flugplatz diese Öffnungszeiten hat- übrigens ohne Mittagspause/Ruhe.
Wir begrüßen Ihre Initiative sehr. Wir hatten schon mit anderen Hör- und Ruhegeschädigten überlegt, was wir unternehmen könnten, um die Flugschneise zu verlegen über unbewohnte Gebiete.